„Wenn wir nicht anders sind, brauchen wir es gar nicht erst zu versuchen!“

Keegan Cook ist Gründer, Geschäftsführer und Master-Destiller von KAIZA 5 GIN. Seine Vision von Anfang an: Eine Marke zu kreieren, die sich von den aktuellen Craft Gins in Südafrika unterscheidet. Die Willensstärke demonstriert, Mut macht. Und dazu auffordert stolz und entschlossen seinen Weg zu gehen. So wie ein Tiger. Im April 2022 habe ich ihn, wie jedes Jahr im Frühjahr, in Kapstadt besucht. Und ihn gefragt, wie aus einer Idee eine Marke wurde.

Keegan, was macht Dich besonders?
Ich denke, es ist gefährlich, sich selbst auf diese Weise zu betrachten. Was mich ausmacht ist nicht wertvoller oder relevanter als das, was jeden anderen „besonders“ macht. Wir alle haben das Potenzial und die Möglichkeit unsere Ziele und Träume zu erreichen. Der Unterschied zwischen denen, die ihre Ziele erreichen, und denen, die es nicht tun, liegt in der Konsequenz, Disziplin und bewussten Anstrengung über einen längeren Zeitraum. Das ist es vielleicht, was mich ausmacht:  Ich bin einfach nur ehrgeizig, und das ist hoffentlich genug.

Wie entstand die Idee gekommen, einen Gin zu kreieren?
Ich hatte damals schon eine Weile den globalen Gin-Markt betrachtet. Und dabei den Bedarf und das Kaufverhalten der Verbraucher analysiert. Die entscheidende Erkenntnis: Ein neuer Gin muss sich von den bereits vorhandenen Craft Gins in Südafrika unterscheiden. Es hatte keinen Sinn, eine Marke zu kreieren und zu produzieren, die dem aktuellen Gin Markt ähnelt.

Worauf hast Du bei der Kreation von KAIZA 5 Gin Wert gelegt?
Die Marke sollte mehr sein als nur ein weiterer Gin. Mir war wichtig, dass sie eine Geschichte hat und Gefühle der Integration, der Gemeinschaft und der Zugehörigkeit weckt. Wenn Menschen KAIZA 5 GIN genießen, sollen sie das Gefühl haben, sie sind Teil von Etwas, das größer ist als sie selbst. Hierbei spielen der Preis und die Verpackung auch eine große Rolle. Sie sollen durchaus ein wenig stolz machen.  

Warum der Tiger? In Südafrika?
Mir gefiel die Idee des Tigers. Er hat einen starken asiatischen Einfluss und greift das exotische Geschmacksprofil und die Idee der Marke auf. Sie soll abenteuerlich, exotisch und stark sein. Genau so stelle ich mir auch die KAIZA 5 GIN-Genießer gerne vor: willensstarke, stolze und entschlossene Menschen, die mit sich und ihrer Identität im Reinen sind. Ein wenig erkenne ich mich hierin auch wieder 😊

Was inspiriert Dich an Deinem Gin?
KAIZA 5 ist eine Marke für jedermann. Jeder kann selbst entscheiden, wie er sie interpretiert, empfindet und wie er sie trinkt. KAIZA 5 GIN macht keine Vorschriften oder versucht vorzuschreiben, wer man sein soll. Die Marke empfängt Dich mit offenen Armen und zelebriert die gemeinsame Zeit, den Genuss. KAIZA 5 lässt Dich Du selbst sein. 

Wer hat Dich bei Deinem Sprung in die Selbstständigkeit unterstützt?
Meine Familie. Mein Vater kommt selbst aus dem Spirituosen-Business und spielt daher eine unglaublich wichtige Rolle bei der Beratung in Bezug auf den traditionellen Markenaufbau. Bei allem Erfolg: Für mich geben erst Familie und Freunde dem Leben einen Sinn. Geschäftliche und persönliche Erfolge sind großartig. Aber wenn man niemanden hat, mit dem man sie teilen und sich über den Erfolg anderer freuen kann, was ist dann der Sinn dieser ganzen Sache, die wir Leben nennen? Für mich findet sich der wahre Sinn eines gut gelebten Lebens in den Momenten und Erinnerungen, die wir gemeinsam schaffen und teilen.

Apropos gemeinsam: Erinnerst Du Dich noch daran, wie wir uns kennengelernt haben?
Natürlich 😊 Du hast zufällig während Deines Urlaubs in Südafrika eine Flasche unseres Gins entedeckt. Nachdem Du ihn probiert hattest, wolltest Du mich unbedingt persönlich kennenlernen. Wir haben uns über die Möglichkeit unterhalten, die Marke nach Deutschland zu exportieren. Daraus wurde schnell mehr als nur eine Export-Import-Allianz, deren nächster Schritt darin besteht, unsere Vertriebsbasis in Europa auszubauen und in andere Teile der Welt zu expandieren.

Deine Vision?
Wir wollen unsere Exportmärkte weiterausbauen. Entscheidend für den Erfolg auf globaler Ebene ist es, unsere Vertriebsbasis auf dem europäischen Markt außerhalb Deutschlands sowie in Großbritannien zu erweitern. Im Moment sind wir dabei, die KAIZA 5 in Teilen Chinas, Australiens und anderen afrikanischen Ländern bekannt zu machen. Die USA sind zwar ein schwieriges Unterfangen. Aber ich bin überzeugt: Gemeinsam können wir sie „knacken“.